Fluor-Jod-Problematik

Da Fluor und Jod in letzter Zeit verstärkt in unseren Lebensmitteln auftauchen und Wasser unser wichtigstes Lebensmittel ist, außerdem die Frage Fluorid im Trinkwasser auch sehr viele Menschen interessiert, habe ich nachfolgenden Artikel als Grundlagenwissen hier mit eingefügt.

Zur Fluor- Jod -Problematik

(erschienen in den Zeitschriften „Impfnachrichten“ Heft 1/ 2004 und „Pulsar“ 1/ 2005)
Wir erleben zunehmend häufig, daß Kranke in der homöopathischen Praxis bei der Aufzählung der ihnen kassenärztlich verordneten Medikamente Fluor- und Jodpräparate erwähnen. Neuerdings gilt Deutschland als Jodmangelgebiet und die Verteuerung von Brot und anderen Lebensmitteln wird mit dem steigenden Jodsalsbedarf begründet. Vor 40 Jahren war das Problem des Jodmangels in Deutschland nahezu unbekannt und der Laie fragt sich verwundert, wo all unser Jod so schnell hingekommen sein mag.

Zunächst einige Fakten zu Jod und Fluor (richtiger wäre zu sagen Jodid und Fluorid, da beide Elemente sehr reaktiv sind und mit allen möglichen Stoffen sofort Verbindungen eingehen und auch nur in Verbindungen im Organismus vorkommen).

Da wir nur einen geringen Teil unseres Jodbedarfes aus dem Trinkwasser decken, hat die Jodversorgung über das Wasser immer einen untergeordnete Rolle gespielt. Gebiete mit hoher Strumahäufigkeit wie die ehemaligen DDR-Bezirke Suhl, Chemnitz und Gera zeigten deutlich höhere Boden- Jodgehalte als die struma- armen Bezirke Neubrandenburg, Potsdam und Frankfurt/ Oder.

Bereits seit 50 Jahren ist bekannt, daß eine endemische Kropfanfälligkeit in den Gebieten besteht, wo das Trinkwasser sehr nitratreich ist. Da Nitrat im Organismus von Mensch und Tier die gleichen Bindungsstellen besetzt wie Jodid, wird bei nitratreichem Wasser die Jodaufnahme herabgesetzt. Für Menschen, die in nitratbelasteten Gegenden leben, hat daher auch eine vermehrte Jodaufnahme durch Tabletten keinen Sinn.

Nitratreiches Grundwasser ist die Folge zu intensiver Landwirtschaft mit Gülleausbringung auf die Felder. Auf diese Weise wird nicht nur das Grundwasser verseucht, auch die Böden werden dauerhaft geschädigt. Wir haben es als Verbraucher in der Hand, diesen Mißstand zu beenden, indem wir – wo möglich – nur Nahrungsmittel aus biologischer Landwirtschaft und artgerechter Tierhaltung verzehren.

Eine zweite Ursache des Jodmangels kann ein hoher Huminsäuregehalt des Trinkwassers sein (das trifft besonders für Wasser zu, das aus moorigen Gegenden stammt). Huminsäuren binden die Jodverbindungen im Magen- Darm -Kanal und sie können nicht resorbiert werden.

Über die Belastung Ihres Trinkwassers mit Nitrat und Huminsäuren können sie sich bei Ihrem lokalen Wasserwerk erkundigen, denn beide Stoffe werden regelmäßig bestimmt.

Noch eine weitere Ursache für Schilddrüsenerkrankungen hängt mit der Massentierhaltung zusammen: die Aminosäure Thiourazil. Sie hemmt die Synthese des körpereigenen  Schilddrüsenhormons L-Thyroxin. Thiourazil wird üblicherweise als Masthilfsmittel bei Nutzvieh verwendet. Zwar ist es in Deutschland nicht zugelassen, aber praktisch kann jedes importierte Fleisch damit belastet sein. Wenn Sie auf den Kauf von importiertem Fleisch verzichten, haben Sie eine weitere Quelle von Schilddrüsenstörungen ausgeschlossen. Außerdem entspricht es ganzheitlichem Denken und Handeln, Produkte zu verzehren, die in der eigenen Umgebung gewachsen sind und nicht umweltbelastend um die halbe Erde transportiert wurden.

Ein Thiourazil-Baustein ist in vielen Antibiotika enthalten, so daß häufige Antibiotika – Einnahme ebenfalls für die Schilddrüsenfunktion nachteilig sein kann.

Der Haupt – Schwerpunkt bei Jodstoffwechselstörungen jedoch dürfte ursächlich mit Fluorid zusammenhängen. Fluor ist ein anderes chemisches Element aus der Gruppe der Halogene (Salzbildner), zu denen auch das Jod gehört. Fluor ist noch wesentlich reaktionsfreudiger als Jod und kommt deshalb außer im Labor auch nicht in elementarer Form vor. Es ist nicht nachgewiesen, das Fluorid von Lebewesen tatsächlich benötigt wird – Fluoridmangelzustände sind jedenfalls nicht bekannt. Fluorid verdrängt Jodid aus den Bindungen im Körper und erzeugt somit einen scheinbaren Jodmangel.

In großer Breite sind Vergiftungen mit Fluorid seit 80 Jahren bekannt und untersucht worden – neben der radioaktiven Verseuchung stellt die Belastung mit Fluorverbindungen die weltweit größte Umweltgefahr dar.

Hierbei ist interessant, dass die Atomindustrie neben der Chemieindustrie der größte Anwender von Fluoriden ist. Fluorid wird in großen Mengen zur Extraktion von Uran bzw. zur Plutoniumherstellung verwendet. Auf diese Weise gelangten hunderttausende Tonnen Fluoride in die Atmosphäre und in den Wasserkreislauf. Aus diesem Grunde ist es kaum noch möglich, nachzuweisen, wie hoch die Fluoridbelastung von Lebewesen vor 100 Jahren war.

Bereits um 1930 stellte der dänische Mediziner Dr. Kaj Roholm die ersten chronischen Vergiftungserscheinungen bei Arbeitern einer Aluminiumhütte fest. Bauxit, der Ausgangsstoff für die Aluminiumherstellung, ist stark fluoridhaltig und bei der Produktion von Aluminium gelangen trotz Filtern (die wegen des hohen Energieverbrauches besonders nachts oft abgeschaltet werden) große Mengen Fluorid in Wasserkreislauf und Atmosphäre.

Es ist interessant zu wissen, daß die ersten Zivilklagen gegen die USA – Atomindustrie nicht wegen radioaktiver Belastungen, sondern wegen Fluoridvergiftungen geführt wurden. Dementsprechend wurde auch von den Vertretern der Industrie und den von ihr bezahlten  „Experten“ alles getan, um die Gefahren zu verharmlosen.

Die erste von der Atomindustrie bezahlte  (und von ihr vor der Veröffentlichung zensierte) Studie im Amerikanischen Zahnärzteblatt 1948 sagte aus, daß die Zähne der betroffenen Arbeiter weniger Löcher hätten. Nach Bekanntwerden der unzensierten Version stellte sich heraus, daß fast keiner der Männer mehr Zähne hatte – Zähne und Nägel waren ihnen nahezu komplett ausgefallen…

Aus dieser Zeit stammt das Märchen, Fluorid sei für die Zähne gut, weil es den Zahnschmelz härtet. Tatsache ist, daß wegen der entmutigenden Resultate seit 1990  die Fluoridierung des Trinkwassers in 90 Großstädten der USA eingestellt wurde. Basel, die letzte europäische Großstadt, die bis April 2002 ihr Trinkwasser fluoridisiert hatte, beendete diese Maßnahme, nachdem sich herausgestellt hatte, dass nach 41 Jahren Fluoridierung die Karies – Rate bei Kindern höher war als je zuvor.

In Neuseeland, wo viele Jahre lang das Trinkwasser fluoridisiert worden war, haben Kinder im Weltmaßstab die schlechtesten Zähne: 58 % der Teenager und 47 % der 5- jährigen haben stark Karies.

In jüngster Zeit gab es immer wieder Meldungen über den aufgedeckten Zusammenhang zwischen Trinkwasserfluoridierung und dem Anstieg bestimmter Krebserkrankungen: Dean Burk vom US National Cancer Institute:„Fluorid verursacht mehr Krebstote und in viel kürzerer Zeit als jede andere Chemikalie“. Dies betreffe insbesondere einen Anstieg bei Krebs im Mundbereich um 50 %. Weiterhin beobachtete man in Gebieten mit Trinkwasser-fluoridierung einen Anstieg von Oestosarkomen (Knochenkrebs) bei Jungen und jungen Männern unter 20 Jahren auf 300 bis 700 % gegenüber unfluoridsierten Gebieten. Dies hängt damit zusammen, daß Fluorid den Testosteronspiegel beeinflusst, der bei Jungen das Knochenwachstum reguliert.

In Großbritannien gibt es derzeit heiße Debatten, weil die Silicofluoride, die man dem Trinkwasser mit der Begründung zusetzt, sie erhöhten  die  Zahngesundheit, als Medikamente nicht zugelassen sind, wohl aber laut britischem Giftgesetz von 1972 als Gifte der Abteilung II  strengster Kontrolle unterliegen…

Es ist unbestritten, daß Fluorid, wenn es in Knochen und Zähnen abgelagert wird, diese härter macht. Eine Studie der amerikanischen Mayo – Klinik bewies die Steigerung der Knochendichte durch Gabe von Natriumfluorid. Dabei gehen aber den Knochen und dem Zahnschmelz auch die Elastizität verloren – sie werden brüchiger.

In besagter Studie hatten die Fluoridbehandelten signifikant mehr Knochenbrüche als die Kontrollgruppe zu verzeichnen. Daß in den letzten Jahren neue Krankheiten wie etwas die  „ Glasknochenkrankheit“ Schlagzeilen machen, ist nur für Uneingeweihte ein Zufall. Nicht zufällig wird auch bei der Glasproduktion viel Fluorid frei bzw. spielt es im Produktionsprozeß eine Rolle (z.B. Ätzen von Glas). Eigentlich ist die Einlagerung in Knochen und Zähnen ein Versuch des Organismus, das Fluorid so schnell wie möglich aus dem Stoffwechsel zu entfernen, er „deponiert“ es quasi an möglichst unschädlicher Stelle – dasselbe passiert mit vielen fettlöslichen Giften (Lindan, PCB) im Fettgewebe.

Ebenso wie es Unfug wäre zu behaupten, die fettlöslichen Pestizide stärkten das Fettgewebe, nur weil sie darin abgelagert werden, ist es natürlich Unfug, dasselbe über Fluorid in Knochen und Zähnen zu behaupten.

Aus ganzheitsmedizinsicher Sicht stellt sich das Problem so dar: Karies der Zähne hat zum einen erbliche Ursachen (Syphilis oder Tuberkulose in der Familie), die mit Fluorid nicht nur nicht zu heilen sind, sondern noch sogar verstärkt werden.

Zum anderen hängt die Vermehrung von Kariesbakterien von einer gesunden Mundflora ab. Diese wird gestört, wenn wir unter ungesundem seelischem Streß stehen oder durch widernatürliche Reinigungsmittel wie aggressive Zahnpasten bzw. Mundwässer. Über eine entsprechende Diät steht in jeder naturheilkundlichen Zeitschrift ausreichend geschrieben. Vor einigen Jahrzehnten noch waren die Finnen besonders stolz auf ihre europaweit geringste Kariesanfälligkeit. Das wurde auf den hohen Fluorid- Gehalt der Wasserquellen in Finnland zurückgeführt. Die Kehrseite der Medaille ist allerdings, daß Finnland auch bei Selbstmorden und Alkoholmißbrauch mit daraus resultierenden Gewaltexzessen die europäische Spitze darstellt. (Aus der homöopathischen Prüfung von Fluorid sind diese Gewaltneigung, Suchttendenzen und die persönlichkeitszerstörende Wirkung von Fluorid bekannt.)

Schließlich sehen wir nicht selten Anzeichen einer Fluoridvergiftung: Muskel- und Gelenkschmerzen (besonders im oberen Rücken), Einschlafen von Gliedmaßen über Magenschmerzen bzw. Bildung von Magengeschwüren (durch die Verbindung der Fluoridtabletten mit der Magensäure kann sich Flußsäure bilden – eine der aggressivsten Säuren, die es gibt!), Übelkeit, Zahnfleischentzündungen, Asthma, Hautentzündungen, Verschleimung, Herzklopfen, Schwindel, häufige Infektionen der oberen Harnwege bis hin zu Gedächtnis- und Konzentrationsstörungen, Tinnitus (Ohrgeräuschen) oder Erschöpfungs- und Schwächezuständen.

Erwiesenermaßen haben 66% aller  Kinder, die unter Aufmerksamkeitsstörungen und Hyperaktivität leiden, eine gestörte Schilddrüsenfunktion. Zuerst sollen also Probleme der Jodversorgung bzw. (meist häufiger) die Fluoridvergiftung geklärt werden, bevor man zu irgendwelchen Behandlungen schreitet.

Viele Forscher sehen einen engen Zusammenhang zwischen Fluoridvergiftung und ME (Myalgische Enzephalomyelitis). Fluoride ziehen das Kalzium aus dem Blut am sich und führen so zu tetanischen Krämpfen durch den Mangel und außerdem zu weiterer Freisetzung von Kalzium aus den Knochen. Dies kann ein Ausgangspunkt für die zunehmende Verbreitung von Osteoporose und Knochenbrüchigkeit sein. Letztere tritt natürlich viel Menschen, die schon über Jahrzehnte Fluoride aufgenommen haben (also bei Älteren) häufiger auf, hat aber nichts mit einer von manchen Ärzten suggerierten „alterstypischen Degeneration“ zu tun.

Zur Frage des Jodes in der Nahrung: bei ausgewogener Ernährung, zu der gelegentlich  Fisch oder andere Meeresprodukte oder einfach nur die generelle Verwendung reinen Meersalzes gehören, ist ein ernährungsbedingter Jodmangel ausgeschlossen. Wenn dennoch Probleme mit der Schilddrüse auftreten, haben diese andere Ursachen (eine Jod-Verwertungsstörung, genetische, energetische Ursachen oder eine Fluoridbelastung – siehe unten) und sollten ganzheitlich behandelt werden.

Natürlich haben diese Tatsachen zur Konsequenz, daß eine Begrenzung der schon immensen Fluoridvergiftung unserer Welt unverzüglich notwendig ist. Politische Entscheidungen in dieser Richtung sind erheblich zu träge und werden erfahrungsgemäß von der jeweiligen Lobby bis zur Unwirksamkeit aufgeweicht. Die einzige sinnvolle und für jede(n) von uns sofort praktizierbare Alternative besteht darin, Industriezweige, die an der Freisetzung von Fluoriden beteiligt sind, zum Umdenken zu zwingen. Diese Maßnahme hat sich in der Vergangenheit als sehr wirksam erwiesen (denken Sie nur and Boykott von Shell-Tankstellen, als Shell eine Ölplattform im Meer versenken wollte.)

Schwerpunkte beim Abbau der Fluoridbelastung können sein:

·       wechseln Sie  zu Stromanbietern, die Strom ohne Atom- und Kohlekraftwerke anbieten    (schon heute problemlos und zu üblichen Preisen zu beziehen, z.B. Greenpeace energy eG) neben der Atomindustrie belastet auch die Braunkohlenverarbeitung  die Atmosphäre und das Wasser stark mit Fluoriden

·       meiden Sie Verpackungen und Gebrauchsgegenstände aus Aluminium (Aluminium löst sich obendrein in fast allen Lebensmitteln und trägt so zur Entstehung der Alzheimerschen Krankheit bei)

·       verzichten Sie auf den Gebrauch fluoridhaltiger Medikamente wie Fluoretten, Antibiotika und Antihistaminika (Beipackzettel lesen!)

·       meiden Sie strikt fluoridhaltige Zahnpflegemittel (Procter & Gamble, der weltgrößte Zahnpastahersteller, bestätigte öffentlich daß „in einer Familientube fluoridierter   Zahnpasta genug Fluorid enthalten ist, um ein Kleinkind zu töten“)

·       verwenden Sie natürliches Stein- oder Meersalz ohne irgendwelche chemischen Zusätze

·       Zahnärzte müssen speziell drauf hingewiesen werden, daß man keinen fluoridhaltigen Zahnlack und Kunststofffüllungen ohne Fluoridzusatz wünscht!

o       fluoridfreie Zahnfüll-Kunststoffe sind z.B. die Produkte Venus und Venus Flow der Firma Heraeus Kulzer (Dormagen)

 

·       orientieren Sie auf die Verwendung landwirtschaftlicher Produkte, die auf nicht phosphatgedüngten Böden gewachsen sind- synthetische Phosphatdünger sind  unvermeidlich stark fluoridbelastet, nicht nur biologische Betriebe bieten Produkte von ungedüngten Böden an (sie werden dafür von der EU subventioniert).

 

Nachsatz von Dr. Peter Alex (Homöopath):

Als Teilnehmer des 60. LIGA-Kongresses homöopathischer Ärzte im Mai 2005 in Berlin erhielt ich wie alle Teilenehmer ein Päckchen des Sponsers der Veranstaltung – ein Zahnpastahersteller bot „homöopathiefreundliche“  Zahnpasta an. Das Homöopathie-freundliche sollte darin bestehen, daß die Zahnpaste kein Menthol enthielt. Nun habe ich in 15 Jahren Praxis noch nie einen Einfluß von Menthol auf meine Behandlungen gesehen, sehr wohl aber reichliche Fluorid- Vergiftungssymptome. Die gespendete Zahnpasta enthielt Aminofluorid, für das alle oben genannten Fakten zutreffen. Ich wies den Veranstalter auf den Fakt hin, daß der Begründer der Homöopathie, Dr. Samuel Hahnemann stets von Ärzten verlangt hatte, sie sollten „Gesundheitserhalter  (sein) und alle krankhaften Schädlichkeiten von den gesunden Menschen fernzuhalten wissen“ und daher die Zahnpastaspende des Sponsors vom homöopathischen Gesichtspunkt aus nicht glücklich gewählt sei.

Der verantwortliche Arzt wollte von mir wissen, wie ich diese Fluoridvergiftungen denn feststelle – hier meine Antwort:

In der Tat ist es heute schwer, eine Fluoridvergiftung zu erkennen, da durch die Allgegenwart dieses Giftes viele Symptome mittlerweile Normalitätscharakter haben.

Seit seiner industriellen Einführung in den 30er  Jahren des 20. Jahrhunderts hat sich Fluorid wie kein anderer Stoff in der Biosphäre (und zwar vom Grundwasser bis in die Ozonschicht) ausgebreitet. Das ist bedingt durch seine enorme Reaktivität – Fluorid durchdringt fast alle natürlich vorkommenden Stoffe und nimmt aufgrund seiner überlegenen Bindungskräfte leicht die Stellen der von Natur aus dorthin gehörenden Halogene in chemischen Verbindungen ein. Wir finden also heute Fluorid in Verbindungen, wo vor 100 Jahren Chlor, Brom oder Jod waren und von Natur aus hingehörten.

Sie finden einige Hinweise zu Ihrer Frage in der von mir angeführten Literatur (siehe unten).

Noch einfacher aber ist es für uns HomöopathInnen, in Arzneimittellehren nachzulesen, die mindestens 100 Jahre alt sind, also etwa bis Clarke oder Allen:

-  „zwanghafter Bewegungsdrang, es scheint als könne er für immer weiterlaufen“ (Pulford) –  wer einmal ein hyperaktives Kind gesehen hat, weiß, wie sich das äußert.

-  „Gleichgültigkeit gegenüber seinen Geschäften“ (Kent) – in einer 2004 erhobenen Umfrage  gaben 88% aller Deutschen an, ihre Arbeit nur des Geldes wegen zu verrichten; was sie dafür tun, ist Ihnen eigentlich gleichgültig.

-  „steht auf der Straße und schaut Frauen nach, so groß ist seine Lust“ (Hering) – heute kann man in den nächsten Sex-Shop gehen und nackte Frauen lachen von jeder Titelseite…

Diese Aufzählung ließe sich beliebig fortsetzen. Wir haben uns so an die Anwesenheit dieser Fluorid- Wesenszüge gewöhnt, daß sie uns nur bei genauem Hinsehen auffallen. Wie Hahnemann im „Organon“ schreibt: „Die chronischen Kranken werden ihrer Leiden so gewohnt, daß ihnen ihre Symptome gar nicht mehr als solche gewahr werden…“ – insofern sind wir als ein chronisch fluoridkrankes Volk anzusehen. Damals waren das „charakteristische, eigenheitliche  Zeichen und Symptome“!

Physiologische und biochemische Untersuchungen und Normwerttabellen, die wir in heutigen Lehrbüchern finden, haben natürlich den jeweils „letzten Stand der Forschung“ zur Grundlage, weshalb der jeweils als „physiologisch“ angesehene Fluoridgehalt von Auflage zu Auflage steigt. Dasselbe gilt übrigens für die Radioaktivität- die Belastung von vor 100 Jahren läßt sich nirgends mehr messen.

Interessanterweise sind der Wissenschaft keine Fluoridmangelerscheinungen bekannt – für mich der Beweis,  dass es sich nicht um ein essentielles Spurenelement handelt.

Ganz ähnlich sieht es, wie Sie wissen, mit Quecksilber aus – auch das ist nahezu ubiquitär und produziert seine Symptome – ob man nun die Belastung wahrhaben will oder nicht.

Wie es noch keine spezifische Rubrik für Fluoridvergiftungen in unseren Repertorien gibt, verschreibe ich nach Ähnlichkeit, immer mit dem Hinblick, daß Fluorid zu syphilitischen Erscheinungen führt, man muß also recht tiefgreifende Mittel wählen, um den jeweiligen Zustand dauerhaft bessern zu können. Hier ist die Homöopathie also schon im besten Sinn „Umweltmedizin“.                                                                                                                                                                                            

Literaturhinweise (jeweils mit ausführlichem Quellenverzeichnis):

1. Bruker, M. O. und Gutjahr, Ilse; Störungen der Schilddrüse, emu-Verlag Lahnstein o.J.
2. Bruker, M. O. und Ziegelbecker, R.; Vorsicht Fluor, emu-Verlag Lahnstein o.J.
3. Bundesumweltamt; Jahrebericht 1994, S. 1197
4. Graf, Friedrich; Zur Kritik der Arzneimittelroutine bei Schwangeren und Kindern; Sprangsrade Verlag, Ascheberg Verlag 2000
5. Jones, Doris; Fluoride – Demming new evidence in: What Doctors Don’t Tell You, Vol. 9,No 12, March 1999
6. Jones, Doris; Fluoride: poisoning by law, in: What Doctors Don’t Tell You, Vol. 14 No 4, July 2003
7. Riggs, B-L., Hudgson, S.F., O’Fallon, W.M. et. Al.; Effect of fluoride treatment on the fracture rate inpostmenual women with osteoporosis, New England Journal of Medicine, 322 (1990)
8. Vermeulen, Frans; Pisma- The Arcana of Materia Medica Illumineted, Embryss by Publishers, Haarlem 2002
9. Peter Meyer http://www.fluoride-history.de (engl.) und http://www.fluoride-history.de/deutsch/mystory.htm

One Comment to “Fluor-Jod-Problematik”

  1. [...] hat es nicht. Eben habe ich wieder einen sehr kritischen Artikel dazu gelesen und alle neueren Studien zeigen eben, dass Fuorid zwar die Zähne härter macht, aber [...]


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